19.10.2012
Kampagne

Tag des Einbruchschutzes 2012

Einbrecher hinterlassen immer deutlichere Spuren. Im vergangenen Jahr kam es zu 140.000 Wohnungseinbrüchen, das sind rund 20.000 Einbrüche mehr als im Vorjahr. Doch leider nehmen viele Menschen das Risiko eines Einbruchs auf die leichte Schulter.

Die Polizei setzt jetzt dagegen ein Zeichen und stellt eine bundesweite Aktionskampagne vor: Unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich wird der „Tag des Einbruchschutzes“ ins Leben gerufen. Mieter und Hausbesitzer sollen dem Schutz der eigenen vier Wände mehr Aufmerksamkeit schenken und sich informieren. Am besten bei einem zertifizierten Fachhändler oder bei einer der zahlreichen kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Deutschland.

Der Tag des Einbruchschutzes findet nicht an irgendeinem Tag statt, sondern genau dann, wenn die Uhren um eine Stunde zurück gestellt werden und die dunkle Jahreszeit beginnt: In diesem Jahr ist das Sonntag, der 28. Oktober. Das Motto der Initiative: Eine Stunde Zeit für mehr Sicherheit. Weitere Informationen finden Interessierte unter der Kampagnenseite www.k-einbruch.de.

Der Tag des Einbruchschutzes soll zukünftig jedes Jahr stattfinden. Die deutsche Versicherungswirtschaft unterstützt die Kampagne der Polizei.

Einbruch – so können Sie sich schützen

 

  • Alarmanlage oder Querriegelschloss – Was schützt mich wirklich?

    Einbrecher nutzen oftmals nur den “richtigen” Augenblick, eine “günstige” Gelegenheit. Erscheint das Überwinden von Sicherheitsanlagen zu zeitaufwändig, sucht der Einbrecher eher nach einem für ihn “leichteren Objekt”. Mit relativ geringem Aufwand, lässt sich bereits die Sicherheit erhöhen.
     
    Mechanische Sicherheitssysteme
    Beliebtes Angriffsziel in Ein- und Mehrfamilienhäusern sind Zugangstüren, Hauseingangs-, Wohnabschluss- und Kellertüren. Nahezu die Hälfte der Täter dringt im Erdgeschoss über die Türen in ein Haus oder eine Wohnung ein. Wohnungen und Häuser lassen sich wirksam schützen, wenn alle möglichen Zugänge gleichermaßen gesichert sind – sowohl ebenerdig als auch in oberen Etagen. Wo Sie am besten anfangen, lesen Sie in der Verbraucherbroschüre “Einbruchschutz für Haus und Wohnung”.
     
    Elektronische Sicherheitssysteme
    Elektronische Sicherheitssysteme bieten eine sinnvolle Ergänzung zu mechanischen Sicherheitseinrichtungen, da sie über den Einbruch hinaus eine Reihe von weiteren Risiken mindern können. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Arten der elektronischen Sicherheitstechnik und ihren Funktionen bietet die Verbraucherbroschüre “Einbruchschutz für Haus und Wohnung”.
  • 6 Tipps für mehr Sicherheit

    Wie wichtig das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit ist, zeigt sich meist erst, wenn es verloren gegangen ist. Mieter und Hausbesitzer sollten es also gar nicht so weit kommen lassen. Kleine Investitionen zeigen in der Praxis oftmals schon große Wirkung:
     

    • 1. Außenbereiche bei Dunkelheit beleuchten, beispielsweise durch Lampen mit Bewegungsmeldern.
    • 2. Rollläden tagsüber hochziehen und nachts schließen.
    • 3. Keine Experimente: Türen immer abschließen. Schlüssel nie an Außenverstecken deponieren.
    • 4. In zusätzliche Sicherungstechnik, wie spezielle Schlösser für Fenster und Türen, investieren.
    • 5. Geprüfte und zertifizierte Alarmanlagen bieten zusätzliche Sicherheit.
    • 6. Bei Abwesenheit vorsorgen: Den Briefkasten leeren lassen, Licht und Rollläden durch Zeitschaltuhren steuern.
  • Zu spät – was tun, wenn eingebrochen wurde?

    Auch wenn Sie Opfer eines Einbruchs geworden sind, sollten Sie handeln:
     

    • 1. Melden Sie den Einbruch umgehend der Polizei und Ihrer Versicherung. Halten Sie dazu Ihre Versicherungsschein-Nummer bereit.
    • 2. Verändern Sie nichts in Ihrer Wohnung, bis die Polizei eintrifft. Beseitigen Sie auch keinen Dreck oder sonstige Spuren.
    • 3. Unterstützen Sie die Polizei bei der Feststellung des Schadens, indem Sie Auskünfte erteilen und Belege vorzeigen.
    • 4. Reichen Sie so schnell wie möglich eine Aufstellung aller gestohlenen Gegenstände, die so genannte Stehlgutliste, bei der Polizei und Ihrer Versicherung ein.
    • 5. Sind Fahrräder gestohlen worden, teilen Sie der Polizei und Ihrer Versicherung Hersteller, Marke und Rahmennummer mit.
    • 6. Sperren Sie die Konten gestohlener Sparbücher, EC-und Kreditkarten.

 

Infopaket Wohnungseinbrüche
Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Deutschland (1998-2011)Entwicklung der Wohnungseinbrüche in
Deutschland (1998-2011)

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Die Hausratversicherung Was eine Hausratversicherung leistet

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Entwicklung der Wohnungseinbrüche
in Deutschland 1998-2011

Wohnungseinbrüche in Deutschland 1998-2011

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So viel kostet ein durchschnittlicher Wohnungseinbruch
So viel kostet ein durchschnittlicher Wohnungseinbruch

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Tag des Einbruchschutzes 2012

Ansprechpartner für Presseanfragen:
Christian Lübke
Tel.: 030 / 20 20 – 51 16
c.luebke@gdv.de