12.09.2012
Schadenverhütung

Brandschutz weiter optimieren

Die Thüringer Landesregierung möchte die bauordnungsrechtlichen Bestimmungen weiter konkretisieren. Vor allem soll dabei die praktische Umsetzung der Bestimmungen eine zentrale Rolle spielen. Aus Sicht des GDV gibt es aber noch Optimierungsbedarf bei den Regelungen.

Aus Sicht des GDV sollten vor allem folgende Punkte in den bauordnungsrechtlichen Bestimmungen ergänzt beziehungsweise verbessert werden:

  • Zur Abtrennung mehrgeschossiger Gebäude (Gebäudeklasse 4 gemäß §30 (3) 1) sind in den geänderten Baubestimmungen hochfeuerhemmende Wände vorgesehen. Entsprechende Bauarten, insbesondere für Gebäudeabschlusswände, sind aber kaum auf dem Markt verfügbar. Als Ersatz wären deshalb Bauarten der Brandwände zu empfehlen, die eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten haben.
  • In den neuen Bestimmungen soll der vorgeschriebene Abstand zwischen Brandwänden und Bauteilen von Photovoltaikanlagen auf dem Dach halbiert werden. Diese Erleichterung ist nur dann sinnvoll, wenn die Hersteller der Photovoltaikanlagen den Nachweis erbringen, dass von ihren Anlagen auf dem Dach keine Gefahr der Brandübertragung über die Brandwand hinweg ausgeht.
  • Für Rauchmelder, die in Wohngebäuden angebracht sind, sollten Mindest-Qualitätsanforderungen aufgestellt werden. Nur damit lässt sich das in der Bauordnung festgeschriebene Schutzziel “Leben und Gesundheit” auch wirklich erreichen.  

Mit diesen Optimierungsvorschlägen soll ein aktiver Beitrag zur Unterstützung der Politik geleistet werden, Rahmenbedingungen mit der notwendigen Rechtssicherheit für die Praxis zu schaffen und zu bewahren.

Die vollständige GDV-Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.

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Stellungnahme

zum Gesetzentwurf zur Novellierung der Thüringer Bauordnung

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