24.08.2012
Kapitalanlagen

Wie die EU-Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds umgesetzt wird

Die Regeln für alternative Investmentfonds wie zum Beispiel Immobilienfonds sollen europaweit vereinheitlicht werden. Mit der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie (AIFM-Umsetzungsgesetz) möchte das Bundesfinanzministerium die Regulierung im neuen Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) zusammenfassen. Dass der produktregulierte Wertpapier-Spezialfonds grundsätzlich im Gesetzentwurf beibehalten wird, ist nach Einschätzung des GDV absolut sinnvoll. Der GDV kritisiert jedoch, dass der offene Immobilien-Spezialfonds für die Zukunft abgeschafft werden sollen.

Für die deutschen Versicherer sind produktregulierte Wertpapier-Spezialfonds ein wichtiges und bewährtes Instrument zur Steuerung der Kapitalanlagen. Das Investment in solche Fonds hat in der jüngsten Finanzkrise wesentlich dazu beigetragen, die Kapitalanlageergebnisse der Versicherer zu stabilisieren. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass der Spezialfonds im aktuellen Entwurf des AIFM-Umsetzungsgesetzes grundsätzlich beibehalten wird.

Allerdings sieht der Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums für die Zukunft die Abschaffung des offenen Immobilien-Spezialfonds vor. Deutsche Versicherungsunternehmen haben über Jahrzehnte erfolgreich in diese Anlageklasse investiert. Der offene Immobilien-Spezialfonds ist für die langfristig orientierte Versicherungsbranche ein wichtiges Instrument zur Diversifikation und Erhöhung der Sicherheit ihrer Anlagen und sollte daher unbedingt erhalten bleiben. Der geschlossene Immobilien Spezial-AIF stellt die Versicherer vor anlageverordnungsrechtliche Schwierigkeiten und kann daher den offenen Immobilien-Spezialfonds nicht als gleichwertige indirekte Immobilienanlage ersetzen.

Der GDV setzt sich zudem dafür ein, dass das Investmentsteuerrecht für die Versicherungsbranche zeitnah angepasst wird.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.