20.08.2012
Kapitalmarkt

Risiken beim Hochfrequenzhandel eindämmen

Mehr Aufsicht und weniger Geschwindigkeit: Das Bundesfinanzministerium will den Hochfrequenzhandel gesetzlich stärker regulieren. Die Gefahren des Hochfrequenzhandels sollen dadurch minimiert werden. Die Aufsicht darüber soll zukünftig die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben. Der GDV hält diese Schritte für richtig, weil dadurch gefährliche Entwicklungen an den Finanzmärkten verhindert werden können.

Beim Hochfrequenzhandel werden innerhalb von Sekundenbruchteilen Wertpapiere und Finanzinstrumente ge- und verkauft. Die Händler benutzen dafür computergesteuerte Algorithmen. Die Gefahr dabei ist, dass der Hochfrequenzhandel extreme Marktausschläge an den Börsen provoziert und den geordeneten Ablauf an den Handelsplätzen gefährdet.

Vor dem Hintergrund, dass die deutsche Versicherungswirtschaft einen Kapitalanlagenbestand von 1.285 Milliarden Euro hat, ist sie auf funktionierende Märkte und valide Marktdaten angewiesen. Dies schließt insbesondere die Zuverlässigkeit und den geordneten Ablauf an den Handelsplätzen ein.

Hochfrequenzhandel hat keine volkswirtschaftliche Funktion
Die Hochfrequenzhändler halten die Finanzinstrumente nur für sehr kurze Zeiträume. Diese Form von Finanztransaktionen erfüllt daher keine wesentliche volkswirtschaftliche Funktion und erzeugt Scheinliquidität, die in Krisenzeiten nicht vorhanden ist. Eine Entschleunigung des Börsenhandels hält der GDV daher für sinnvoll.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.

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Stellungnahme

zum Diskussionsentwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von Gefahren und Missbräuchen im Hochfrequenzhandel

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