09.08.2012
Haftpflicht

Pflichtversicherung bringt Nachteile für Futtermittelhersteller und Verbraucher

Das Landwirtschaftsministerium will eine Haftpflichtversicherung für Futtermittelhersteller zur Pflicht machen. Diese Pflichtversicherung bringt nach Ansicht des GDV weder mehr Schutz für die Kunden der Futtermittelhersteller noch für Verbraucher. Zusätzliche finanzielle Belastungen für Futtermittelunternehmer und Landwirte wären die Folge – und damit auch eine Verteuerung von Nahrungsmitteln.

Wird die Haftpflichtversicherung für Futtermittelunternehmer gesetzlich vorgeschrieben, wie es das Ministerium vorsieht, kommen auf Futtermittelunternehmer erhebliche Mehrkosten zu. Der GDV schätzt, dass die Unternehmer selbst bei niedrigen Haftungsrisiken jeweils bis zu 30.000 Euro mehr pro Jahr für die Prämien bezahlen müssten. Dadurch würden sich letztlich auch die Nahrungspreise erhöhen  - ohne dass die Verbraucher im Gegenzug hierfür ein hochwertigeres Lebensmittel erhielten.

Hinzu kommt, dass auch Pflichtversicherungen keinen besseren Schutz bieten bei Schäden durch Futtermittelskandale, die auf kriminelle Energie zurückzuführen sind. Denn kriminelle Handlungen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.

Update (19.09.2012):
Die GDV-Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Dritten Gesetz zur Änderung des Lebens- und Futtermittelgesetzbuches

 

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Stellungnahme

zur Einführung einer Pflicht-Haftpflichtversicherung für Mischfuttermittel-Unternehmer

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