Naturgefahren – das unterschätzte Risiko
10 Jahre nach dem Elbhochwasser schätzen knapp 90 Prozent der Deutschen das Risiko, dass ihr eigenes Zuhause durch Naturgefahren beschädigt wird, als gering ein. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage von forsa, die im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführt wurde. Doch Sturm-, Hochwasser- und Starkregenschäden nehmen zu. Unwetterereignisse in Deutschland führten 2010 insgesamt zu 1,3 Millionen Versicherungsschäden – doppelt so viele wie im Jahr zuvor.
Fast die Hälfte der Befragten glaubt zudem, dass sie im Schadenfall generell mit finanzieller Unterstützung durch Bund, Land oder Kommune rechnen können. Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild: In immer mehr Bundesländern, wie beispielsweise Bayern, Sachsen oder Niedersachsen, gibt es finanzielle Hilfen seitens des Staates nur noch im Ausnahmefall, nämlich dann, wenn die Risiken nicht oder nur zu wirtschaftlich nicht vertretbaren Bedingungen versicherbar sind. Mit Informationskampagnen klären dort Politik, Verbraucherschutz und Versicherungswirtschaft gemeinsam über umfassenden Naturgefahrenschutz und individuelle Präventionsmaßnahmen auf.
99 Prozent der Haushalte sind problemlos versicherbar
Vor den finanziellen Folgen von Naturgefahren schützt die Elementarschadenversicherung. In Deutschland haben nur 30 Prozent der Hausbesitzer damit vorgesorgt. Die deutliche Mehrheit der Bürger (63 Prozent) glaubt, dass die meisten Häuser nicht gegen Naturgefahren versicherbar seien. Richtig ist jedoch, dass 99 Prozent der Haushalte problemlos versicherbar sind.