27.07.2012
Finanzmarkt

EU-Kommission will Umgang mit kriselnden Banken regeln

Wie soll mit Banken im Krisenfall umgegangen werden? Diese Frage möchte die EU-Kommission in einem Richtlinienentwurf klären. Damit soll geregelt werden, wie kriselnde Banken im Ernstfall restrukturiert und abgewickelt werden können. Zu diesem Richtlinienentwurf hat der GDV nun Stellung genommen. 

Das Ziel der Richtlinie, die Anfang Juni 2012 veröffentlicht wurde, ist die Schaffung eines europäischen Rechtsrahmens zum Umgang mit Banken im Krisenfall. Der GDV spricht sich dafür aus, dass Regelungen zur Gläubigerbeteiligung bei zukünftigen Bankenrestrukturierungen und -abwicklungen nicht rückwirkend Geltung erlangen sollten. Ein weiterer Punkt: Für die Entscheidung, ob die Restrukturierung oder Abwicklung einer Bank tatsächlich erforderlich ist, sollten möglichst objektive und quantitativ verifizierbare Kriterien herangezogen werden. Nur so ist eine möglichst hohe Transparenz gewährleistet.

Darüber hinaus sollte die Überdeckung von Pfandbriefen ausschließlich als Sicherheit für die Gläubiger des Pfandbriefes dienen. Sie sollte nicht in die Gläubigerbeteiligung mit einbezogen werden. Der GDV ist der Ansicht, dass es keine Ausnahmen hinsichtlich einer Gläubigerbeteiligung bei Forderungen mit Restlaufzeiten von unter einem Monat geben sollte. Dadurch würden falsche Anreize gesetzt, die zu einer kurzfristigen und krisenverschärfenden Refinanzierung der Banken führen könnten.

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Die vollständige Stellungnahme des GDV auf Englisch steht Ihnen im Download-Service zur Verfügung.

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on the European Commission’s proposal for a Directive establishing a framework for the recovery and resolution of credit institutions and investment firms

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