22.06.2012
Kapitalmarkt

Mehr Transparenz bei Pfandbriefen

Mit dem Artikelgesetz zur Umsetzung neuer Eigenkapitalanforderungen für Banken (CRD IV) sollen die Transparenzvorschriften im Pfandbriefgesetz verbessert werden. Dies ist nach Einschätzung des GDV ein richtiger Schritt, um die hohe Qualität des deutschen Pfandbriefs sicherzustellen. Ergänzungsbedarf sieht der GDV aber bei der Regelung zum Refinanzierungsregister im Kreditwesengesetz (§ 1 Abs. 24 KWG). Versicherer sollten auch zum Kreis der Übertragungsberechtigten gehören, um sich an der Versorgung der Wirtschaft mit Kapital beteiligen zu können.

Die vorgesehenen Verbesserungen der Transparenzvorschriften im Pfandbriefgesetz werden ausdrücklich begrüßt. Darüber hinaus ist aus Investorensicht jedoch eine weitere Verbesserung der Informationen zu den als Sicherheit dienenden Hypothekendarlehen wichtig, genauso wie die Angabe der durchschnittlich gewichteten Beleihungswerte der Sicherheiten. Diese geben Investoren Aufschluss über die tatsächliche Qualität der Deckungswerte. Die Verbesserung der Transparenz bei Pfandbriefen sollte auch eine detaillierte Berichterstattung umfassen.

Aus Sicht der Investoren ist ferner eine stetige Verbesserung der Qualität der Deckungsstöcke wichtig. Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise ist es notwendig, dass die in der Ersatzdeckung befindlichen Staatsanleihen mindestens der aufsichtsrechtlichen Bonitätsstufe 2 gemäß § 54 SolvV entsprechen.

Die Regelung zum Refinanzierungsregister sollte nach Ansicht des GDV im Rahmen der Überarbeitung des Kreditwesengesetzes ergänzt werden. Versicherer stellen der Wirtschaft Kapital in Form von Konsortialkrediten bereit. Dieser Vorgang steht im volkswirtschaftlichen Interesse. Um die Kreditvergabe weiterhin zu ermöglichen, sollte das Refinanzierungsregister zukünftig auch Versicherer mit einschließen.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.

 

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Stellungnahme

zum überarbeiteten Diskussionsentwurf für das CRD IV Umsetzungsgesetz

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