24.05.2012
Jahresbericht Ombudsmann

Weniger Beschwerden, schnellere Bearbeitung

Die Anzahl der Beschwerden beim Ombudsmann für Versicherungen ist im Jahr 2011 zurückgegangen. Gleichzeitig verringerte sich die Dauer der Verfahren um einen Monat. Das sind die zentralen Ergebnisse aus dem Jahresbericht 2011, der am 24. Mai 2012 vorgestellt wurde.

Über 17.700 Beschwerden von Verbrauchern erreichten die Schlichtungsstelle 2011. Die Beschwerden gingen insgesamt um 3,4 Prozent zurück. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Ebenfalls abgenommen haben die Eingaben zur Lebens- und Rentenversicherung. 18 Prozent weniger Beschwerden aus dieser Sparte sind bei dem Ombudsmann Prof. Günter Hirsch eingegangen.

Bearbeitungszeit verkürzt sich um einen Monat
Erfreulich für die Versicherungskunden ist, dass die Schlichtungsstelle die Beschwerden zügiger bearbeiten konnte. Im Durchschnitt dauerten die Verfahren nur noch 3,4 Monate – und damit genau einen Monat weniger als im Vorjahr.

Für immer mehr Versicherungskunden endete das Schlichtungsverfahren positiv: Die Erfolgsquote zugunsten der Kunden ist in allen Sparten gestiegen. Das Ergebnis unterstreicht, dass das transparente Schlichtungsverfahren verbraucherorientiert ist.

Nur sehr wenige Versicherungskunden schalten den Ombudsmann ein
Der Ombudsmann der Versicherungen trägt damit wesentlich zu einer unkomplizierten Streitschlichtung zwischen Versicherungskunden und Versicherern bei. Der Großteil der Versicherungskunden ist überhaupt nicht auf die Schlichtungsstelle angewiesen. Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des GDV:

Die Zahlen sprechen für die Zufriedenheit unserer Kunden: 450 Millionen Versicherungsverträge und 17.700 Beschwerden beim Ombudsmann. Das ist ein positiver Beleg für die Beratungsqualität.

Ein wichtiger Nebeneffekt der Schlichtungsstelle ist, dass Prof. Hirsch mit seiner Arbeit die deutschen Gerichte entlastet. Die Anzahl von versicherungsrechtlichen Prozessen an Amtsgerichten geht langfristig zurück. Das belegen die Statistiken der Gerichte.

Den kompletten Jahresbericht finden Sie beim Versicherungsombudsmann.