27.04.2012
FATCA

GDV äußert sich kritisch zu den Proposed FATCA Regulations

Nachdem bereits im März 2010 in den USA der sogenannte Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) verabschiedet worden ist, hat der Internal Revenue Service (IRS) zusammen mit dem US-Schatzministerium im Februar 2012 die sogenannten Proposed Regulations veröffentlicht. Die amerikanische Finanzverwaltung konkretisiert und erläutert mit den Proposed Regulations die FATCA-Vorgaben.

Mit den zum 1. Januar 2013 in Kraft tretenden FATCA-Regelungen wird das US-Steuer-Reporting von ausländischen Finanzinstitutionen (Foreign Financial Institution, FFI) mit dem Ziel verschärft, Steuerhinterziehungen von US-Steuerpflichtigen über Kapitalanlagen im Ausland verstärkt zu bekämpfen. Die USA verlangen dafür auch von der deutschen Versicherungswirtschaft die Einführung sehr aufwendiger Identifikations- und Meldeverfahren, obwohl sich die deutschen Versicherungsprodukte nicht für Steuerhinterziehungszwecke eignen.

Im Rahmen seiner Stellungnahme zu den Proposed Regulations weist der GDV auf die Besonderheiten der Deutschen Versicherungsprodukte hin und setzt sich kritisch mit den Überlegungen der amerikanischen Finanzverwaltung auseinander. Zu hoffen ist, dass die Anmerkungen des GDV nicht nur im Rahmen der Abfassung der sogenannten Final Regulations berücksichtigt werden. Zu hoffen ist auch, dass im Rahmen des geplanten bilateralen Abkommens zwischen Deutschland und den USA zumindest rechtssichere praktikable Regelungen gefunden werden.

Die vollständige Stellungnahme (engl.) des GDV steht Ihnen auf dieser Seite im Download-Service zur Verfügung.