GDV-Stellungnahme zu geplanten Regulierungsstandards bei OTC-Derivaten
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat sich an der Konsultation der europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA beteiligt und zu den geplanten technischen Regulierungs- und Durchführungsstandards zur Europäischen Verordnung für OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister Stellung genommen.
Die zentralen Aspekte aus Sicht der Versicherungswirtschaft sind:
- Die Reichweite der zukünftigen OTC-Derivate Verordnung sollte auf Transaktionen innerhalb der Europäischen Union beschränkt bleiben. Die Anwendung der Verordnung auf Verträge mit Drittstaatenbezug kann zu Überschneidungen und zur Anwendbarkeit verschiedener regulatorischer Regime führen.
- Die Fristen zur Meldung von nicht clearing-pflichtigen Derivatekontrakten sind zu kurz bemessen. Insbesondere größere Versicherungsunternehmen benötigen mehr zeitliche Flexibilität, wenn sie ihr Berichtswesen zentral organisieren.
- Die Veröffentlichung von Details gruppeninterner Transaktionen ist vor dem Hintergrund fehlender Marktauswirkungen nicht erforderlich.
- Sicherheiten für OTC-Derivategeschäfte können aufgrund versicherungsaufsichtsrechtlicher Vorgaben nicht aus dem Sicherungs- und dem sonstigen gebundenen Vermögen entnommen werden. Dies kann zu einer geringeren Beteiligung einzelner Deutscher Versicherer beim OTC-Derivategeschäft führen.
Die vollständige Stellungnahme (engl.) steht Ihnen auf dieser Seite im Download-Service zur Verfügung.