24.02.2012
Unfallforschung der Versicherer

Mutigere Schritte für weniger Verkehrstote notwendig

Die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr ist 2011 von 3.648 im Vorjahr auf 3.991 gestiegen – nach Auffassung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ist das kein Zufall: „Wir brauchen mutigere Schritte und eine bessere Koordination von Bund, Ländern und Kommunen, wenn die Zahlen nicht dauerhaft auf diesem Niveau verharren sollen“, so Siegfried Brockmann, Leiter der UDV. Aktive und passive Sicherheit von Autos hätten in der Vergangenheit vor allem Verbesserungen für deren Insassen selbst gebracht. Gerade vor dem ökologischen Hintergrund müsse nun das Jahrzehnt des Schutzes von Radfahrern und Fußgängern folgen.

Die UDV fordert:

  • Forcierte Entwicklung von Notbremssystemen, die Radfahrer und Fußgänger sicher erkennen und Kollisionen vermeiden können.
  • Schneller Ausbau der Radverkehrsanlagen zur Aufnahme des stark steigenden Radverkehrs.
  • Senkung der innerörtlichen Geschwindigkeiten durch verstärkte Anordnung von Tempo 30 und regelmäßige Kontrollen.

Daneben müssten, so Brockmann, bekannte Instrumente intensiver angewendet werden. Dazu gehören Leitplanken und Geschwindigkeitsbegrenzungen in Alleen, eigene Grünphasen für Linksabbieger und Verbesserungen in der Fahranfängerbetreuung.

Weitere Informationen unter www.udv.de.

Ansprechpartner:
Klaus Brandenstein
Abteilung Unfallforschung
Tel.: 030 / 20 20 – 58 83
k.brandenstein@gdv.de
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Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) (www.udv.de) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) (www.gdv.de) forscht und berät seit über 50 Jahren im Dienste der Verbesserung der Sicherheit und der Unfallvermeidung auf Deutschlands Straßen. Sie ist gleichzeitig einer der größten Auftraggeber für universitäre und außeruni¬versitäre Verkehrssicherheitsforschung. Die drei Fachbereiche „Verkehrsinfrastruktur“, „Fahrzeugsicherheit“ sowie „Verkehrsverhalten und –psychologie“ arbeiten interdisziplinär zusammen. Die UDV pflegt den Austausch mit anderen in der Verkehrssicherheitsarbeit tätigen Institutionen. Die deutschen Versicherer bekennen sich damit ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Verkehrssicherheit.