06.09.2011
eCall

Verbraucher müssen ausreichend geschützt werden

Die deutschen Autoversicherer begrüßen und unterstützen ausdrücklich die eSafety-Initiative der Europäischen Kommission, insbesondere den damit verbundenen eCall. Gleichzeitig warnen sie vor unbeabsichtigten wirtschaftlichen Risiken für die Verbraucher.

Die deutschen Autoversicherer weisen die EU-Kommission darauf hin, bei der Umsetzung ihrer Pläne sicher zu stellen, dass der freie und faire Wettbewerb rund um das Kraftfahrzeug erhalten bleibt. Mit eCall zieht eine Technik in die Kraftfahrzeuge ein, die auch zu anderen Zwecken genutzt werden kann. Es besteht die Gefahr, dass Automobilhersteller oder die von diesen beauftragten Betreiber durch das Design des eCall-Systems einzelne Märkte dauerhaft abschotten könnten – zum Nachteil der Verbraucher.

Die deutschen Kraftfahrtversicherer treten dafür ein:

  • Den Verbraucher bei einer – freiwilligen oder gesetzlichen – Verpflichtung der Automobilwirtschaft, eCall in Neufahrzeuge einzubauen, vor wirtschaftlichen Nachteilen zu schützen.
  • Dazu ist es erforderlich, dass der Verbraucher eine echte Wahlmöglichkeit behält. Er muss selbst entscheiden können, unter welchen Umständen und mit wem sein Fahrzeug kommunizieren darf. Er muss also bestimmen können, welcher Dienstleister welche seiner Daten erhält. Zudem muss der Verbraucher in der Lage sein, diese Entscheidung selbständig und einfach umzusetzen und abzuändern.
  • Hierfür wiederum ist es erforderlich, dass die Fahrzeughersteller die Schnittstellen des Fahrzeugs zu seiner Außenwelt (world wide web) zwar standardisieren, aber ebenso verpflichtet werden, diese – im Rahmen der gebotenen Sicherheit – offen zu gestalten und dem Verbraucher einfach bedienbare Zugriffsmöglichkeiten zu geben.
  • Dies gilt ohne Einschränkungen in der Qualität auch für TPSeCalls.

Die vollständige Stellungnahme des GDV steht Ihnen auf dieser Seite im Download-Service zur Verfügung.

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Stellungnahme

Positionspapier eCall 2011

zur Einführung eines eCall im Rahmen der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission

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