14.06.2011
US-Steuer-Reporting

GDV-Stellungnahme zum Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA)

Im März 2010 wurde in den USA der sogenannte Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) verabschiedet. Mit den zum 1. Januar 2013 in Kraft tretenden FATCA-Regelungen wird das US-Steuer-Reporting von ausländischen Finanzinstitutionen (Foreign Financial Institution, FFI) mit dem Ziel verschärft, Steuerhinterziehungen von US-Steuerpflichtigen über Kapitalanlagen im Ausland verstärkt zu bekämpfen. Dies soll unter anderem durch Meldepflichten von Unternehmen erreicht werden, die direkt oder indirekt in die USA investieren. Sollte sich eine ausländische Finanzinstitution nicht zu einem FATCA- konformen Verhalten verpflichten, dann droht eine 30-prozentige Quellenbesteuerung der Erträge, die der ausländische Finanzdienstleister u. a. aus amerikanischen Kapitalanlagen erzielt.

Der GDV sieht die FATCA-Regularien kritisch. Sie sind für die Versicherungswirtschaft in Deutschland komplett neu, sehr verwaltungsaufwendig, kostenintensiv, bisher wenig konkret und vor allem völlig unverhältnismäßig. Mittlerweile hat der Internal Revenue Service (IRS) zusammen mit dem US-Schatzministerium einige Mitteilungen (Notices) veröffentlicht, mit denen die amerikanische Finanzverwaltung ihre Vorstellungen zu den FATCA-Regelungen etwas näher konkretisiert hat. Weiterhin ist aber beispielsweise noch immer nicht eindeutig geklärt, welche Versicherungsprodukte von der vorgesehenen Meldeverpflichtung erfasst sind.

Der GDV setzt sich dafür ein, deutsche Versicherer möglichst von den Meldepflichten auszunehmen, zumindest aber den Regelungsrahmen versicherungskonform anzupassen.

Die vollständige Stellungnahme des GDV steht Ihnen auf dieser Seite im Download-Service zur Verfügung.

Downloads

pdf bild
Stellungnahme

GDV-Stellungnahme zum Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA)

Schlagworte