GDV-Positionspapier zur Nachbesserung von Solvency II
Das Projekt Solvency II wurde mit dem Ziel gestartet, Unternehmen für eine nachhaltige, individuelle Risikobewertung zu motivieren. Anhand der nun fünften quantitativen Auswirkungsstudie (Quantitative Impact Study 5, QIS5) hat sich gezeigt, dass die aktuellen Entwürfe der neuen quantitativen Standards noch stark überarbeitungsbedürftig und die Prozesse völlig ineffizient sind. Dadurch haben viele Beteiligte das Vertrauen in das Projekt Solvency II verloren.
Der GDV ist der Ansicht, dass sowohl bei den quantitativen Anforderungen (Säule I) und den qualitativen Regeln für das Risikomanagement (Säule II) als auch bei den Anforderungen an das Berichtswesen (Säule III) ein massiver Nachbesserungsbedarf besteht. Dabei sind für die Versicherungswirtschaft, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre Leistungsfähigkeit für die Verbraucher fünf Punkte von zentraler Bedeutung:
1. Zinsstrukturkurve, insbesondere Extrapolation
2. Vereinfachungen und konsequente Anwendung des Proportionalitätsprinzips über alle drei Säulen
3. Übergangsregelungen
4. Spezifizierung und überarbeitete Kalibrierung der Standardformel
5. Vollständige Anrechenbarkeit ökonomischer Eigenmittel.
Die vollständige Stellungnahme des GDV steht Ihnen auf dieser Seite im Download-Service zur Verfügung.