07.12.2010
Kreditversicherung 2010

Statement von Dr. Peter Ingenlath zur Geschäftsentwicklung der Kreditversicherer 2010

„Unser Geschäftsmodell wird sich auch bei der Finanzierung des Aufschwungs bewähren.“

Meine Damen und Herren,

Mit dieser Aussage endete meine Rede auf der Pressekonferenz vor einem Jahr und daran möchte ich heute direkt anknüpfen. Denn: Die Zahlen und Fakten, die ich Ihnen in den nächsten 20 Minuten erläutern werde, spiegeln genau das wider.

Wir Kreditversicherer begleiten das Wachstum unserer Kunden. Der jüngste Beleg dafür ist die sofortige Übernahme der bisher vom Bund getragenen kurzfristigen Exportdeckungen für EU- und Kern-OECD-Länder durch die privaten Kreditversicherer. Dazu später noch ein paar Worte mehr. Zunächst einmal herzlich willkommen zur diesjährigen Pressekonferenz der Kreditversicherer in Köln.

Das Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise wird uns heute immer wieder beschäftigen, zumal wir den Fragen nachgehen möchten, wie nachhaltig der derzeitige Aufschwung eigentlich ist und welche Branchen ihn tragen. Die deutschen Kreditversicherer – so steht es in Ihrer Einladung zur heutigen Konferenz – sind nah am Marktgeschehen. Ihre Kunden, kleine, mittlere und Großunternehmen sowie deren Abnehmer, kennen sie wie nur wenige andere Branchen. Und ihre Geschäftsentwicklung ist ein sensibler Gradmesser für gesamtwirtschaftliche Entwicklungen.

Lassen Sie uns also zunächst einen Blick auf die Entwicklung der Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung werfen:

Geschäftsentwicklung 2010
Seit Anfang des Jahres erleben wir in Deutschland eine Konjunkturbelebung, die die Umsätze ankurbelt und damit das Volumen der Warenkredite, die sich die Unternehmen gewähren, nach oben treibt. Die Kreditversicherer begleiten den spürbaren Anstieg der Warenkredite mit ihren Deckungen. Das bestätigen die aktuellen Zahlen der Kreditversicherer: Das inländische Deckungsvolumen der Kreditversicherer ist seit Jahresbeginn um beachtliche 32 Mrd. Euro auf über 312 Mrd. Euro angestiegen – das ist ein Anstieg um mehr als 11 Prozent. Zwei Umstände haben diesen Anstieg möglich gemacht: Zum einen: Mehr Handel führt zu mehr Handelsforderungen und der Absicherungsbedarf steigt.
Zum anderen hat sich die Bonität vieler Abnehmer stabilisiert und oft sogar verbessert, sodass das Ausfallrisiko für unsere Kunden – die ja immer auch einen Selbstbehalt tragen – und uns Kreditversicherer rückläufig ist. Auch das erlaubt höhere Deckungen.

Sie können den Zahlen aber auch entnehmen, wie schnell sich die Situation der deutschen Wirtschaft verbessert hat: War noch im ersten Quartal ein Rückgang gegenüber Ende 2009 zu verzeichnen, so ging es in den beiden Folgequartalen zunehmend bergauf. Wir gehen davon aus, dass sich der Trend im 4. Quartal 2010 weiter verstärken wird.

Dieser positive Trend zeigt sich auch bei der Entwicklung des Deckungsvolumens in der privaten Exportkreditversicherung. Auch bei den Exportkreditversicherungen verzeichnen wir einen robusten Anstieg. Die Deckungssummen stiegen hier bis Oktober 2010 auf rund 149 Mrd. Euro und erreichten damit wieder den Stand von vor der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende 2007.

Meine Damen und Herren,
als Folge der Belebung des Geschäfts unserer Kunden mit in- und ausländischen Handelspartnern steigen auch unsere Beitragseinnahmen wieder an: Und hier werfe ich jetzt einen Blick auf die Hochrechnung für 2010: Die Beitragseinnahmen steigen in der Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung voraussichtlich um 7 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Auf der Schadenseite sinken die Belastungen der Unternehmen um voraussichtlich 30 Prozent auf hochgerechnet rund 750 Mio. Euro. Daraus ergibt sich – so unsere Prognose – eine Schadenquote von 50 Prozent.

Alles in allem erwarten wir für die Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung für 2010 eine Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung von voraussichtlich 63 Prozent. Auch dieses Ergebnis ist eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr: 2009 lag die Combined Ratio bei rund 91 Prozent. Im Krisenjahr 2009 haben die Kreditversicherer durch hohe Schadenzahlungen viele ihrer Kunden gestützt, die sonst als Folge von Zahlungsausfällen selbst in noch größere Schwierigkeiten geraten wären. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung kehren wir nun wieder zur Normalität zurück. Das ist eine positive Entwicklung, denn mit der Rückkehr in die Profitabilität bieten die Kreditversicherer den deutschen Unternehmen das, was sie benötigen: finanziell gesunde und zuverlässige Partner.

Meine Damen und Herren,
kommen wir nun zu der Frage, welche Branchen eigentlich den Wirtschaftaufschwung tragen. Wir haben uns in diesem Zusammenhang exemplarisch auf zwei Wirtschaftszweige konzentriert, die Stahlindustrie und das Baugewerbe.

Zunächst zur Stahlindustrie: Seit Beginn des Jahres kennt die Stahlindustrie nur noch den Weg nach oben. Die Auftragsbücher sind gefüllt und wir, die Kreditversicherer, unterstützen die Branche in ihrem Wachstum mit steigenden Deckungssummen.

Ein ähnliches Bild bietet die Bauindustrie. Die Deckungssumme stieg hier innerhalb von 9 Monaten um rund 3 Mrd. Euro auf aktuelle 29 Mrd. Euro. Die Nachfrage ist da, Aufträge werden vergeben, in Deutschland wird wieder gebaut. Ich könnte hier in ähnlicher Weise noch problemlos die Lebensmittelindustrie, den Maschinenbau, die Chemieindustrie und andere anfügen. Mit anderen Worten: Das starke Wachstum in Deutschland erstreckt sich über nahezu alle Branchen. Deutschlands Wirtschaft wächst, getragen vom Export und einer zunehmend starken Binnennachfrage.

Leichter Anstieg der Insolvenzen in 2010 erwartet
Der aktuelle Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft spiegelt sich auch in der Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen wider: Nachdem die Zahl der Insolvenzen im Jahr 2009 deut-lich um 11,6 Prozent auf 32.687 angestiegen war, gehen wir für das laufende Jahr aufgrund der guten und unerwartet schnellen konjunkturellen Erholung nur noch von einem leichten Anstieg um rund 1 Prozent auf etwa 33.100 Insolvenzen aus. Ich sage deshalb „nur“, weil wir vor einem Jahr auf Basis der uns damals vorliegenden Konjunkturdaten und -prognosen mit einem deutlicheren Anstieg auf mehr als 35.000 Insolvenzen gerechnet hatten.

Erweist sich die Erholung der Weltwirtschaft tatsächlich als nachhaltig, rechnen wir für das Jahr 2011 mit einem leichten Rückgang auf etwa 31.000 Insolvenzen. Selbst dann wird sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen aber noch auf einem höheren Niveau als vor der Krise bewegen – im Jahr 2008 lag die Zahl bei 29.291.

Von einer generellen Entwarnung kann trotz vieler guter Nachrichten keine Rede sein. Die derzeitige positive weltwirtschaftliche Entwicklung ist nach wie vor labil und das Risiko eines konjunkturellen Rückschlags, besonders in der Eurozone, bleibt bestehen. Die Wachstumsraten bei Deutschlands wichtigsten europäischen Handelspartnern Frankreich, Niederlande, Großbritannien und Italien sind verhalten. Und einige Auslandsmärkte verzeichnen noch gar kein Wachstum. Davon wird sich Deutschland als Exportnation nicht freimachen können. Hinzu kommt: die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems sind unübersehbar: Es gibt immer neue Rettungspakete für Länder, denen die Finanzmärkte das Vertrauen entziehen, eine ausufernde Verschuldung vieler Staaten und zum Teil drastische Sparmaßnahmen, die die staatliche und private Nachfrage dämpfen. Auch die Finanzierung der steigenden Umsätze bleibt für viele Unternehmen, die ausgelaugt die Krise überlebt haben, oft schwierig. Das betrifft insbesondere die Automobilzulieferer- und die Transportbranche.

Dies erklärt, warum wir keinen signifikanten Rückgang von Unternehmensinsolvenzen sehen werden. Insgesamt erkennen wir Kreditversicherer erhebliche Rückschlagsrisiken, auch wenn Deutschland derzeit gut unterwegs ist. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands hängt, wie wir alle wissen, erheblich von der Entwicklung der Exportmärkte ab, von denen viele labil sind.

Meine Damen und Herren,
kommen wir jetzt zur Entwicklung der einzelnen Sparten in den ersten drei Quartalen 2010:

Delkredereversicherung: deutliches Beitragsplus
In unserer größten Sparte, der Delkredereversicherung, sind die Bruttobeiträge in den ersten drei Quartalen 2010 um 8,5 Prozent auf rund 629 Mio. Euro gestiegen. Dieses deutliche Beitragsplus spiegelt im Wesentlichen den Anstieg des versicherten inländischen Handelsvolumens sowie der Prämiensätze wider. Die Schadenstatistik weist für die ersten drei Quartale 2010 einen erfreulichen Rückgang des Schadenaufwands für Versicherungsfälle im Berichtszeitraum um fast 65 Prozent aus. Die Schadenquote der Delkredereversicherung betrug Ende des 3. Quartals 34 Prozent. Diese klare Verbesserung ist insbesondere dem Umstand geschuldet, dass anders als im Vorjahr keine Großinsolvenzen zu verzeichnen waren. Die Rückkehr zu einer positiven Entwicklung ist in der Delkredereversicherung als Folge des Konjunkturverlaufs und unserer Zeichnungspolitik somit besonders schnell verlaufen. Perspektivisch rechnen wir vor dem Hintergrund der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten und Probleme in einzelnen Ländern und Branchen und der wieder höheren Deckungssummen aber mit höheren Schadenquoten.

Kautionsversicherung: erheblicher Beitragssprung
Auch der Geschäftsverlauf in der Kautionsversicherung, unserer zweitgrößten Sparte, ist erfreulich. In den ersten drei Quartalen 2010 ist für diese Sparte ein kräftiger Beitragssprung von über 12 Prozent auf rund 301 Mio. Euro zu verzeichnen. Der Schadenaufwand ging im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent zurück, was zu einer nochmaligen Verbesserung der unterjährigen Schadenquote von 31 auf 26 Prozent führte. Die Kautionsversicherer haben allein in den ersten drei Quartalen 2010 Bürgschaften mit einem Gesamtvolumen von fast 32 Mrd. Euro übernommen, was einen Zuwachs von rund 6 Prozent bedeutet.

Diese Zahlen spiegeln die weiterhin gute Auftragslage der Bauwirtschaft wider, die neben dem Maschinen- und Anlagenbau das wichtigste Kundensegment der Kautionsversicherer ist. Die Auftragsbücher der Bauunternehmen sind auch aufgrund der anhaltend positiven Wirkung der Konjunkturprogramme – nach wie vor gut gefüllt. Auch der stark vom Export getriebene Maschinen- und Anlagenbau findet nach den Einbrüchen im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise zunehmend zu alter Stärke zurück. Die Finanzierung des Aufschwungs wird aber jene Unternehmen, die nur mit erheblichem Substanzverlust durch die Krise gekommen sind, vor Probleme stellen. Bis dato sind jedoch, wie dargelegt, nur wenige Schadenfälle zu verzeichnen.

Vertrauensschadenversicherung: Schadenplus durch verbessertes Risikomanagement
In der Vertrauensschadenversicherung, unserer kleinsten Sparte, sind die Bruttobeiträge in den ersten drei Quartalen 2010 um knapp 1 Prozent gestiegen und liegen jetzt bei rund
132 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Schadenaufwand um 7 Prozent, sodass die unterjährige Schadenquote von 44 auf 47 Prozent anstieg. Der Anstieg hängt nach Einschätzung der Vertrauensschadenversicherer – auch wenn das zunächst überraschend klingen mag – mit den höheren Anforderungen an das Risikomanagement der versicherten Unternehmen zusammen. Dies führt in einem ersten Schritt nämlich dazu, dass entsprechende Schäden jetzt aufgedeckt werden, die früher – insbesondere bei ausländischen Tochterunternehmen deutscher Firmen – oft unerkannt geblieben sind. Ob perspektivisch die Schäden in diesem Bereich wegen des intensiveren Risikomanagements der Firmen abnehmen werden, bleibt abzuwarten.

Meine Damen und Herren,
lassen Sie mich abschließend noch etwas zu den staatlichen Ergänzungsprogrammen sagen, die die inländische wie exportierende Wirtschaft aber auch uns Kreditversicherer im Jahresverlauf 2010 begleitet haben.

Inländische Top-Up-Deckung endet zum Jahresende
Im vergangenen Jahr haben die Kreditversicherer gemeinsam mit der Bundesregierung das sogenannte Top-Up-Modell gestartet – eine staatliche Unterstützung für die versicherungsnehmende Wirtschaft in Deutschland. Über das Top-Up-Modell kann die versicherungsnehmende Wirtschaft Versicherungsschutz aufstocken, wenn der Kreditversicherer im Hinblick auf die Bonität des deutschen Abnehmers Limite reduzieren muss oder beantragte Limite nur teilweise einräumen kann. Von Teilen der Wirtschaft war im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise eine solche staatliche Ergänzung zur privaten Kreditversicherung gefordert worden.

Die Kreditversicherer haben den Bund bei der Umsetzung dieses Programms unterstützt und ihren Kunden seit Dezember 2009 diese zusätzliche Deckung angeboten. Vertrieb und Abwicklung der auf Lieferungen an deutsche Abnehmer beschränkten Deckung erfolgen voll-ständig über die privaten Kreditversicherer. Das Top-Up-Programm wird, wie mit dem Bund vereinbart, zum Jahresende 2010 auslaufen.

Ich hatte Ihnen hierzu vor einem Jahr prognostiziert, dass die staatliche Ergänzungsdeckung in vielen Fällen gar nicht nötig sein werde, weil der private Kreditversicherer in ausreichendem Umfang Deckung geben kann. Tatsächlich haben unsere Kunden die Top-Up-Deckung nur in geringem Umfang nachgefragt: Per Ende Oktober 2010 wurden insgesamt 497 Top-Up-Verträge mit einem Deckungsvolumen von rund 130 Mio. Euro abgeschlossen, wobei das Gros der Verträge auf die Bau- und Stahlbranche entfällt, gefolgt von der Dienstleistungs- und der Lebensmittelbranche. Gemessen an den rund 41.000 Verträgen der deutschen Kreditversicherer mit einem Deckungsvolumen von rund 312 Mrd. Euro per Ende September 2010 spielt die staatliche Ergänzungsdeckung somit nur eine untergeordnete Rolle. Die geringe Nachfrage spricht dafür, dass unsere Kunden offenbar doch eine ausreichende Deckung von uns erhalten haben, weil sie die staatliche Ergänzung sonst vermutlich stärker nachgefragt hätten. Ein weiterer Grund dürfte das im Vergleich zu den privaten Angeboten höhere Prämienniveau der Top-Up-Deckung sein. Darüber hinaus zeigt die geringe Nachfrage, dass die Versicherungsnehmer der Kompetenz ihres Kreditversicherers vertrauen und kein Risiko eingehen wollten, auch wenn der Bund es gedeckt hätte.

Ungeachtet der geringen Inanspruchnahme bewerten wir und der Bund das Programm als erfolgreich. Auch wir meinen, dass das Programm in einer für die deutsche Wirtschaft schwierigen Phase zumindest einen kleinen Beitrag dazu geleistet hat, Schlimmeres zu verhindern.

Privatwirtschaft übernimmt staatliche Deckungen in der Exportkreditversicherung
Im vergangenen Jahr hatte ich Ihnen berichtet, dass der Bund im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise eine Ausweitung der bundesgedeckten Exportfinanzierung beschlossen hatte. Dadurch wurde es ab August 2009 möglich, durch Bundesdeckungen kurzfristige Handelsgeschäfte in die EU- und OECD-Kernländer abzusichern. Ziel war es, die deutsche Exportwirtschaft zu unterstützen, soweit der private Kreditversicherungsmarkt wegen des krisenbedingt erhöhten Ausfallrisikos nicht mehr zur Verfügung stehen konnte. Diese Lösung war zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2010.

Wir haben die Frage einer möglichen Verlängerung dieser Bundesdeckungen im Kurzfristgeschäft über das Jahr 2010 hinaus in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Bundeswirtschaftsministerium erörtert und hierbei deutlich gemacht, dass eine Verlängerung dieser krisenbedingten Maßnahmen nicht erforderlich ist. Bestätigt wird diese Einschätzung durch unsere Erhebungen zur Entwicklung des Deckungsvolumens speziell in der Exportkreditversicherung. So lag das marktweite Deckungsvolumen in der privaten Exportkreditversicherung Ende Oktober 2010 wieder auf dem Niveau wie vor Ausbruch der Krise Ende Dezember 2007. Parallel dazu ließ nach Aussage des Bundes die Nachfrage nach Bundesdeckungen zuletzt spürbar nach.

Die privaten Kreditversicherer haben sich nun dazu verpflichtet, ab sofort alle derzeit noch vom Bund eingeräumten Deckungen im Kurzfristgeschäft gegenüber Abnehmern in den Kern-OECD- und EU-Ländern zu marktüblichen Preisen zu übernehmen und für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten aufrechtzuerhalten. Hiervon ausgenommen sind lediglich Lieferungen an Abnehmer in Bulgarien, Rumänien, Island, Lettland und Litauen. Für diese Länder rechnen wir damit, dass der Bund nach erfolgter Genehmigung durch die EU-Kommission noch ein weiteres Jahr Deckungen im Kurzfristgeschäft anbieten wird. Ziel der privaten Kreditversicherer ist es, den übernommenen Deckungsschutz auch über den Zeitraum von sechs Monaten hinaus aufrechtzuerhalten und ihn weiter auszubauen, sofern es die Bonität der Abnehmer erlaubt.

Die Übernahme der Bundesdeckungen ist ein klares Signal an unsere Kunden. Es zeigt, dass wir die Bedürfnisse der Exportwirtschaft ernst nehmen und voll bedienen. Auch der Bundeswirtschaftsminister hat diese Initiative ausdrücklich begrüßt und hierbei den Grundsatz der Subsidiarität staatlicher Deckungen zum privaten Kreditversicherungsmarkt bekräftigt.

Fazit: Es kehrt wieder Normalität ein. Nicht zuletzt das Auslaufen dieser beiden staatlichen Unterstützungsprogramme zeigt, dass der private Kreditversicherungsmarkt intakt und krisenresistent ist. Die privaten Kreditversicherer begleiten die deutschen Unternehmen auf ihrem Wachstumspfad und leisten ihren Beitrag zur Überwindung der Wirtschaftskrise.

Meine Damen und Herren, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Downloads

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Geschäftsentwicklung der Kreditversicherer 2010

Präsentations-Charts zur Pressekonferenz (PDF, 65KB)

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Geschäftsentwicklung der Kreditversicherer 2010

Statement von Dr. Peter Ingenlath (DOC, 60KB)

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