11.05.2009
Sicherheit

Versicherungswirtschaft in der Finanzmarktkrise stabil

Sichere Kapitalanlagen

Auch wenn die Finanzmarktkrise keine originäre Krise der Versicherungen ist, stellen die Entwicklungen an den Kapitalmärkten natürlich auch die Versicherungsunternehmen als große institutionelle Kapitalanleger vor Herausforderungen. Gleichwohl ist die deutsche Assekuranz in ungleich geringerem Maße von der Finanzkrise betroffen als andere Finanzmarktakteure. Kein deutsches Versicherungsunternehmen hat Hilfe beim Rettungsfonds der Bundesregierung beantragt. Die deutschen Versicherer stehen trotz weltweiter Kurseinbrüche an den Aktienmärkten für Stabilität.

Dass sich die Versicherungen in Deutschland als stabilisierender Faktor in der Krise erweisen, ist ganz wesentlich durch ihr Geschäftsmodell und das Aufsichtsrecht begründet. Die deutschen Versicherer unterliegen bei ihrer Kapitalanlage strengen gesetzlichen Vorschriften. Die konservative Anlagepolitik der Versicherer orientiert sich an den Kriterien Sicherheit, Rentabilität, Liquidität, Mischung und Streuung. So dürfen die Unternehmen zum Beispiel nur begrenzt in Aktien investieren. Daher sind die deutschen Versicherungsunternehmen, nicht zuletzt aufgrund des seit der Finanzkrise der Jahre 2002/ 2003 deutlich verbesserten Risikomanagements für die aktuelle Krise weitaus besser gerüstet. Das Aktienengagement wurde bereits frühzeitig abgesenkt und liegt im Branchenschnitt bei derzeit unter 5 Prozent, wobei ein Großteil dieser Positionen überdies abgesichert ist. Unter Berücksichtigung der Absicherungsmaßnahmen beträgt die Aktienquote sogar unter 3 Prozent.

Auch haben Versicherer – anders als Banken – aufgrund ihres Geschäftsmodells kein Finanzierungsproblem. Ihre laufenden Prämieneinnahmen übersteigen ihre Auszahlungen deutlich und versorgen sie so mit dem Kapital, dass sich Banken am Kapitalmarkt leihen müssen. Das entlastet die Unternehmen insbesondere in der momentanen Situation.

Private Altervorsorge braucht Sicherheit

Und die klassische Lebensversicherung bleibt unschlagbar in punkto Sicherheit. Dass die Kapitalmarktkrise viele Menschen verunsichert, ist nachvollziehbar. Aber die Finanzkrise ändert nichts daran, dass so gut wie alle Bevölkerungsgruppen die private Altersvorsorge auf- und ausbauen müssen, um ihren Lebensstandard im Alter trotz der ungünstigen demographischen Entwicklung zu sichern. Vor diesem Hintergrund ist die Orientierung am Drei-Säulen-Modell – gesetzliche, private und betriebliche Altersvorsorge – weiterhin alternativlos.

Die besondere Sicherheit der Lebensversicherung beweist sich gerade in Krisensituationen: Für die Kunden der klassischen Lebensversicherung bedeutet das, dass sie mit diesem Produkt kein Geld verloren haben oder verlieren werden – das sind rund 85 Prozent aller kapitalbildenden Lebensversicherungsverträge. Auch die fondsgebundenen Lebensversicherungen sind zu einem Großteil mit Garantien ausgestattet. Und da sie in der Regel sehr lange Laufzeiten haben, können temporäre Kursverluste bis zum Vertragsende wieder aufgeholt werden. Die Verträge sollten deshalb in jedem Fall gehalten werden. Insgesamt erweist sich die deutsche Assekuranz in der Krise als stabilisierender Faktor und erfüllt ihre gesamtwirtschaftliche Funktion als Risikoträger auch unter den erschwerten Bedingungen zuverlässig.

Ihre Deutschen Versicherer