23.03.2006
Vorsorgestudie

Vorstellung der Ergebnisse – Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin Allensbach

GDV-Pressokolloquium 2006 in Berlin

Unzureichende Auseinandersetzung mit der Versorgungssituation im Alter

Angesichts der raschen Alterung der Gesellschaft und der entsprechenden Belastung des staatlichen Rentensystems investiert die Bevölkerung immer mehr in die eigenverantwortliche Altersvorsorge. Die systematische Planung der Versorgungssituation im Alter ist jedoch auch heute eher die Ausnahme als die Regel. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Zwar halten 65 Prozent der 25- bis 60jährigen Bevölkerung die regelmäßige Überprüfung der eigenen Versorgungssituation im Alter für wichtig. Nur jeder zweite hat sich jedoch bereits intensiver mit diesem Thema auseinandergesetzt, nur 36 Prozent haben exaktere Berechnungen ihrer im Alter verfügbaren Mittel vorgenommen. Die intensivere Analyse der eigenen Versorgungssituation im Alter wird häufig durch persönliche Gespräche und Medienberichte angestoßen, wie auch durch die Benachrichtigungen über die zu erwartenden Ansprüche aus der gesetzlichen Rente bzw. aus der betrieblichen oder privaten Altersversorgung.

Professor Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, erläutert im Interview die Ergebnisse ihrer Studie zur Altersvorsorge und fordert die Deutschen auf, sich stärker mit dem Thema Rentenplanung zu beschäftigen.

 
Erst bei der Überprüfung wird den meisten das Ausmaß ihrer Versorgungslücke bewußt: 54 Prozent derjenigen, die ihre Versorgungssituation im Alter näher analysiert haben, ziehen daraus die Schlußfolgerung, daß ihre ursprünglichen Annahmen zu optimistisch waren.